Extrusion
Das Extrusionsverfahren gehört zu den gängigsten Herstellungsmethoden für Kunststoffhalbzeuge. Für die Herstellung wird die Rohmasse erhitzt und unter hohem Druck durch eine Öffnung gepresst, die den Produkten ihre endgültige Form verleiht.
Vorteil: Geeignet für lange Stäbe mit gleichmäßiger Form
Nachteil: Begrenzte Komplexität der Profile möglich
Spritzgießen
Für das Gussverfahren wird die Kunststoffmasse ebenfalls erhitzt. Die geschmolzene Masse wird im Anschluss in eine Form gefüllt, in welcher sie aushärtet. Das Abgekühlte Bauteil kann im Anschluss einfach aus der Form entnommen werden. Dieses Verfahren eignet sich ideal für die Fertigung komplexer und detailreicher Teile, wie Gehäuse und technische Komponenten.
Vorteil: Präzise Anpassung an komplexe Geometrien möglich
Nachteil: Teure Investition aufgrund der Formen notwendig
Andere Herstellungsverfahren
Kalander-Verfahren
Das Kalandern (Walzen) eignet sich primär für dünne Platten. Dies spart Material, aber erlaubt dennoch stabile Bauteile herzustellen. Diese Methode ermöglicht die präzise Kontrolle der Dicke und Oberfläche des Endprodukts. Dieses Verfahren ist für Hohlstäbe nicht geeignet, wird aber häufig für Folien eingesetzt.
Rotationsformen
Für die Herstellung von Hohlmaterialien wie Stäbe und Rohre eignet sich neben dem Extrudieren und dem Guss auch Rotationsformen (Rotomolding). Hierfür wird Granulat oder Pulver in eine hohle Form eingefüllt, die dann erhitzt und gleichzeitig um zwei Achsen rotiert wird. Durch die gleichmäßige Verteilung an den Innenwänden der Form entstehen nahtlose, hohle Kunststoffteile.